Sanierung Altes Rathaus Sarn

Auftrag: Architektur & Bauleitung

Geschichtsträchtiges Haus in Sarn erstrahlt in neuem Glanz

Wo einst im 17. und 18. Jahrhundert die Landammännern und Richter der Gerichtsgemeinde Heinzenberg in Sarn tagten und ihre Urteile fällten, kann man heute in behaglichen Stuben wohnen und die Aussicht über das Tal geniessen. Dank der Initiative der heutigen Eigentümer wurde das geschichtsträchtige Haus so um- und ausgebaut, dass es den eigentlichen Charakter beibehielt und trotzdem zwei moderne Wohnungen daraus entstanden.

Einst, zur Zeit des Grauen Bundes im 17. und 18. Jahrhundert gehörte das Haus der Gerichtsgemeinde Heinzenberg und diente als Rathaus. Hier wurden von 1665 bis 1722 während der Blütezeit der Hexenverfolgung rund 24 Hexenprozesse geführt und gegen 13 Todesurteile gefällt. Das Haus besass neben einer Wohnung zwei Richterstuben einen Aufenthaltsraum für Weibel, Polizei und Scharfrichter, ein Gefängnis mit darunterliegendem Verlies sowie eine Folterkammer. Anfangs des 19. Jahrhunderts hatte das Haus seinem eigentlichen Zwecke als Rathaus ausgedient und ging an die Familien Lanicca und später an die Familie Camenisch über. Nach dem Tod des letzten Bewohners blieb das Haus über einige Jahre unbewohnt. Im Jahre 2009 erwarben Claudia Bosshard-Camenisch und Annamarie Camenisch die Liegenschaft. Dank guter Planung und umsichtigen Denken gelang es, das Haus so zu renovieren, dass es in den Grundzügen so geblieben ist, wie es immer war. Stolz steht das Gebäude wieder da, und präsentiert sich mitten auf dem Dorfplatz in Sarn – so als wäre die Zeit stehen geblieben. Einmal mehr ein Beweis dafür, dass alte Gebäude im Dorfkern erhalten werden können.

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